Leistung · Starkregen-Geländedaten

Starkregen-Geländedaten: das Geländemodell, auf dem Ihre Gefahrenkarte und Ihr Vorsorgekonzept aufsetzen

Wohin fließt das Wasser, wenn es in kurzer Zeit zu viel wird? Diese Frage entscheidet im Starkregenrisikomanagement (SRRM) über Gefahrenkarten, Vorsorgekonzepte und bauliche Maßnahmen. Beantworten lässt sie sich nur so gut wie das digitale Geländemodell (DGM), das darunterliegt. Amtliche Höhendaten sind dafür oft zu grob gerastert und zu alt: Bordsteine, Mauern, Gräben und neue Geländeveränderungen, die den Abfluss im Ort lenken, bilden sie nicht ab.

Wir erfassen Ihr Untersuchungsgebiet aus der Luft zum vereinbarten Stichtag. Sie erhalten ein aktuelles Geländemodell mit Fließwegen und Senken, übergeben an Ihr GIS und an das Ingenieurbüro, das Ihre Gefahrenkarte rechnet. Wir liefern die Daten. Berechnung und Bewertung bleiben beim Ingenieurbüro.

Szene aus dem Erklärvideo: Geländedaten für die Starkregenvorsorge. (Erklärvideo) Videoseite mit Transkript
Lieferumfang

Was am Ende vorliegt: Geländemodell, Fließwege und Senken für Ihr Starkregenrisikomanagement

  • Wo sich Wasser sammelt und welche Wege es nimmt: Fließwege und Senken als Ebenen in Ihrem GIS (Shapefile oder GeoPackage)
  • Ein Geländemodell, das Bordsteine, Mauern und Gräben abbildet, für Ihr Ingenieurbüro in dessen Format (DGM und DOM als GeoTIFF oder XYZ, 2–3 cm Bodenauflösung; die Landesbefliegung liegt meist bei 10–20 cm)
  • Punktwolke (LAS/LAZ) und Dreiecksvermaschung (TIN) für die Modellierung im Ingenieurbüro
  • Ein Luftbild vom selben Flug für Ratsvorlage und Bürgerinformation (Orthophoto, GeoTIFF)
  • Optional: nach einem Ereignis eine dokumentierte Zustandsaufnahme von Gelände, Gewässern und betroffenen Bereichen mit Zeitstempel und Raumbezug

Jede Lieferung trägt Erfassungsstichtag, Auflösung und Raumbezug (ETRS89/UTM, Zone 32N in Hessen, Niedersachsen und Thüringen) dokumentiert; damit lässt sich die Datengrundlage in Vergabeunterlagen und Förderanträgen beschreiben.

Auch schwer zugängliche Bereiche wie Böschungen, Gewässerabschnitte und Hinterliegergrundstücke werden aus der Luft erfasst, ohne Begehung und ohne Betreten privater Grundstücke.

Illustration: digitales Geländemodell mit farbcodierten Fließwegen für die kommunale Starkregenvorsorge
Geländemodell mit Fließwegen und Senken. (Illustration, KI-generiert, kein Projektergebnis)
Anlass

Warum jetzt: Förderung und Vorsorgekonzept für die Starkregenvorsorge

Der Anlass ist meist ein Konzept, das gefördert wird, oder ein Ereignis, das erklärt werden muss. Niedersachsen fördert kommunale Starkregenvorsorgekonzepte über die NBank mit bis zu 80 Prozent, finanzschwache Kommunen mit bis zu 90 Prozent, höchstens 150.000 € je Vorhaben; Anträge sind bis zum 26. Februar 2027 möglich. Hessen fördert kommunale Klimaanpassung über die Klimarichtlinie in der Regel mit 70 Prozent (Stand 4. September 2026; maßgeblich sind die jeweils gültigen Richtlinien).

Jedes Konzept beginnt mit einer Gefahrenanalyse, und die ist nur so gut wie das Geländemodell darunter. Wir liefern dieses Geländemodell mit dokumentiertem Stichtag, dokumentierter Auflösung und Raumbezug.

Wenn Sie gerade ein Konzept vergeben

Vergibt Ihre Kommune gerade ein Starkregenkonzept, lassen Sie sich im Vertrag die Nutzungsrechte an den Geländedaten für weitere Zwecke einräumen. Dasselbe Geländemodell dient später der Bauleitplanung und der Kanalplanung. Wir liefern es so, wie Ingenieurbüros es im Leistungsverzeichnis beschreiben, auch als Zuarbeit zum Angebot Ihres Büros.

Ablauf

In vier Schritten zum Geländemodell für Ihr Starkregenrisikomanagement

Abstimmen

Wir klären das Untersuchungsgebiet (Ortslage, Einzugsgebiet, Gewässerabschnitte), die benötigte Auflösung und wer mit den Daten weiterarbeitet: Verwaltung, GIS-Dienstleister oder Ingenieurbüro. Was bei Ihnen liegt: Gebietsabgrenzung und eine Ansprechperson im Büro.

Genehmigen, durch AerIQ

Untersuchungsgebiete führen über Ortslagen und entlang von Gewässern. Ob der Flug in der offenen Kategorie möglich ist oder eine Betriebsgenehmigung braucht, prüfen wir; erforderliche Genehmigungen und Zustimmungen holen wir ein und dokumentieren die Einstufung für Ihre Akte. Was bei Ihnen liegt: nichts, Ihre Verwaltung stellt keinen Antrag.

Befliegen

Erfassung zum abgestimmten Stichtag, bevorzugt in der laubfreien Zeit; dann bildet das Geländemodell auch bewachsene Bereiche und Gewässerränder ab. Was bei Ihnen liegt: Termin bestätigen.

Auswerten und übergeben

Geländemodell, Fließwege und Senken gehen an Ihre Verwaltung und, falls beauftragt, an das Ingenieurbüro, das Ihre hydraulische Untersuchung erstellt. Was bei Ihnen liegt: Freigabe des Lieferumfangs.

Rollenverteilung

Wir liefern die Daten, die Hydraulik bleibt beim Ingenieurbüro

Ein Starkregenrisikomanagement braucht zwei Dinge: eine hydraulische Betrachtung durch ein Ingenieurbüro und ein Geländemodell, dem das Büro vertrauen kann. Wir liefern die Daten. Berechnung, Bewertung und die Frage, welche Maßnahmen wirken, bleiben beim Ingenieurbüro.

  • Übergabe an Ihr Ingenieurbüro, abgestimmt auf dessen Software
  • Einheitlicher Raumbezug (ETRS89/UTM) für die Kombination mit amtlichen Daten
  • Nachbefliegung einzelner Bereiche, wenn Maßnahmen umgesetzt oder Ereignisse zu dokumentieren sind
Für Ihre Planungssicherheit

So bleibt die Verantwortung klar verteilt: Das Fachbüro rechnet und bewertet, Ihre Verwaltung entscheidet. Die Datengrundlage stammt aus einer Befliegung mit dokumentiertem Stichtag, nicht aus Quellen unterschiedlichen Alters.

Kosten

Was kosten die Starkregen-Geländedaten?

Der Preis richtet sich nach der Größe des Untersuchungsgebiets und dem Auswertungsumfang, vom reinen Geländemodell bis zum Paket mit Fließwegen, Senken und Ereignisdokumentation. Nach einer kurzen Abstimmung erhalten Sie einen Festpreis für den beschriebenen Leistungsumfang; Änderungen vereinbaren wir vorab schriftlich. Für die Vergabeakte legen wir Leistungsbeschreibung und Angebot bei, auf Wunsch als Zuarbeit zum Angebot Ihres Ingenieurbüros.

Vergabe

Die Erfassung einer Ortslage liegt häufig unterhalb der Wertgrenzen für Direktaufträge: Hessen 100.000 € netto für Liefer- und Dienstleistungen (HVTG seit 25. Juni 2026; ab 20.000 € grundsätzlich drei Vergleichspreise), Thüringen 30.000 € (seit 28. März 2025), Niedersachsen 20.000 € (Stand 4. September 2026). Die Einordnung trifft Ihre Vergabestelle; Fundstellen stehen im Ratgeber.

Für die Beschlussvorlage

Beauftragt wird die Erfassung des Untersuchungsgebiets aus der Luft mit Auswertung von Geländemodell, Fließwegen und Senken und Übergabe an GIS und Ingenieurbüro. Danach liegen DGM und DOM, Fließwege und Senken, Punktwolke und ein aktuelles Luftbild mit dokumentiertem Stichtag vor. Der Auftragswert liegt in der Regel im Bereich des Direktauftrags; den Vergabeweg prüft die Vergabestelle, die Förderfähigkeit im Rahmen eines Vorsorgekonzepts der Förderantrag.

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Häufige Fragen

Fragen aus Tiefbau und Umweltamt zu Starkregen-Geländedaten

Passen die Daten in ein Starkregenrisikomanagement (SRRM)?

Ja. Ein kommunales Starkregenrisikomanagement setzt in der ersten Stufe auf dem auf, was wir liefern: ein aktuelles Geländemodell samt Fließwegen und Senken. Darauf bauen Starkregengefahrenkarten, die hydraulische Simulation und das Handlungskonzept auf. Wir liefern die Daten so, wie Leistungsverzeichnisse sie üblicherweise beschreiben: im Raumbezug ETRS89/UTM, mit dokumentierter Auflösung und Erfassungsstichtag.

Ersetzt das die hydraulische Untersuchung?

Nein. Simulation, Bewertung und Maßnahmenplanung gehören in die Hände eines Ingenieurbüros. Wir liefern die Datengrundlage, auf der diese Arbeit aufsetzt, und stimmen Formate und Übergabe mit Ihrem Fachbüro ab.

Reicht das amtliche Geländemodell (DGM1) nicht aus?

Für die Übersicht ja. Innerorts entscheidet die kleine Struktur über den Abfluss: Bordsteine, Mauern, Gräben, Aufschüttungen. Landesweite Höhendaten im Meterraster bilden das meist nicht ab und zeigen Veränderungen erst nach der nächsten Landesbefliegung. Die Befliegung zum Stichtag liefert den heutigen Zustand mit 2–3 cm Bodenauflösung.

Können auch Gewässer und schwer zugängliche Bereiche erfasst werden?

Ja. Böschungen, Bachläufe, zugewachsene Gräben und Hinterliegerflächen werden aus der Luft flächendeckend erfasst, ohne Begehung und ohne Betreten privater Grundstücke. Wasserführende Gräben liefern an der Wasserfläche keine verlässliche Höhe; dort bleibt ein Aufmaß des Profils vor Ort nötig.

In welchen Formaten kommen die Daten?

Geländemodell als GeoTIFF oder XYZ, Punktwolke als LAS/LAZ, Dreiecksvermaschung (TIN) für die Modellierung, Fließwege und Senken als Shapefile oder GeoPackage, alles im Raumbezug ETRS89/UTM und kombinierbar mit Ihren GIS-Ebenen und amtlichen Daten.

Was passiert nach einem Starkregenereignis?

Nach einem Ereignis dokumentieren wir den Zustand kurzfristig aus der Luft, bevor aufgeräumt wird: Gelände, Gewässer, betroffene Bereiche. Sie erhalten eine dokumentierte Zustandsaufnahme mit Zeitstempel und Raumbezug für die Schadensaufnahme und die Anpassung der Vorsorgeplanung.

Was ist mit Personen und Kennzeichen auf den Bildern?

Sie werden vor der Übergabe unkenntlich gemacht. Luftbilder einer Ortslage sind über den Grundstücksbezug personenbezogene Daten; die Rechtsgrundlage liegt bei Ihrer Kommune, die Rollenverteilung legen wir vor der Befliegung mit Ihnen fest. Einzelheiten auf der Seite Ablauf & Datenschutz.

Wovon hängen die Kosten ab?

Von Gebietsgröße und Auswertungsumfang. Sie erhalten ein Festpreisangebot mit beschriebenem Lieferumfang; ein einmal erfasster Datensatz lässt sich später erneut auswerten, etwa wenn das Vorsorgekonzept in eine weitere Stufe geht.

Geländedaten für Ihre Starkregenvorsorge anfragen

Nennen Sie uns Gebiet und Planungsstand. Sie erhalten eine Einschätzung zu Lieferumfang, Ablauf und Festpreis, wenn Sie möchten abgestimmt mit Ihrem Ingenieurbüro. Ansprechpartner: Martin Wimberger, Inhaber, Telefon +49 5673 50 99 836.

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